Bruder Klaus  
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Ein anderer wird dich führen

       
   

Niklaus ist etwa 48 Jahre alt und auf dem Höhepunkt seiner öffentlichen Anerkennung. Er hat alles erreicht, was einen Mann glücklich machen kann: familiäres Glück, wirtschaftlichen Erfolg und sozialen Aufstieg. Aber all dies kann ihn nicht zufrieden stellen. Er leidet unsäglich unter den politischen Missständen im Obwaldnerland. Eines Tages kommt es zum Bruch - und zum politischen Skandal. Niklaus zieht sich aus allen Ämtern zurück. Gleichzeitig wird die innere Stimme eindringlich und unüberhörbar: "Verlass alles, auch das Liebste, auch Frau und Kinder, Hof und Heimat". Das stürzt ihn in eine tiefe Depression. Der Abgrund ist so dunkel, dass er später bekennt: "Ich war so tief niedergedrückt, dass mir selbst die liebe Frau und die Gesellschaft der Kinder lästig waren."

In dieser Not sucht Niklaus das Gespräch mit dem befreundeten Pfarrer Heimo Amgrund. Dieser rät ihm, das Leiden Christi zu betrachten und lehrt ihn, zu den sieben Gebetszeiten des kirchlichen Stundengebets über die einzelnen Stationen des Leidens Christi nachzudenken. Weil dies im Ablauf des bäuerlichen Tagewerks schwierig ist, zieht sich Niklaus so oft als möglich zurück, vor allem in die Stille des Ranftes. Dorothee weiss als Einzige, wo er sich aufhält.

Niklaus ist immer mehr entschlossen, "einen geeigneten Ort in der Einsamkeit ausschliesslich für die geistliche Betrachtung zu suchen". Er eröffnet diese Absicht seiner Familie. Es beginnt eine leidvolle Zeit des Nachdenkens, Besprechens und Suchens. Dorothee denkt an die Kinder, die den Vater brauchen. Niklaus denkt an den Ruf Gottes, der immer deutlicher wird. Die beiden ältesten Söhne sind zwar erwachsen und tüchtige Bauern. Aber die Sorge für Hof und Geschwister schränkt sie ein. Vater, Mutter und Kinder leiden aneinander und unter der Frage: "Was will Gott von uns?" Sie versuchen einander zu verstehen. Erst nach langer Zeit können sie den Willen Gottes annehmen und lassen den Vater "ins Elend" (in die Fremde) ziehen. Niklaus ist dankbar dafür und bezeichnet später die Erlaubnis seiner Frau und seiner Kinder zu seinem Einsiedlerleben als eine von drei grossen Gnaden, die ihm Gott geschenkt habe.

Bisher hat Niklaus sein Leben selber an die Hand genommen und tatkräftig gestaltet. Nun geht es ihm ähnlich wie Petrus, dem Jesus sagt: "Wenn du alt geworden bist, wird ein anderer dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst" (Joh 21,18). Ein unscheinbares Erlebnis führt zu dieser inneren Wende. Der Bauer Niklaus ist auf dem Weg zum Mähen. Er bittet Gott um ein andächtiges Leben. Da redet eine Wolke zu ihm: "Ergib dich in den Willen Gottes, du törichter Mann. Was Gott mit dir wirken will, darin sollst du willig sein!".

     
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